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Myoreflextherapie Übungen: KID, Kraft in der Dehnung

Im Anschluss an eine Myoreflex-Behandlung erhält der Patient eine oder mehrere Übungen, mit deren Hilfe der Therapieerfolg unterstützt wird - und eine anhaltende Beschwerdefreiheit erreicht werden kann. 

Nur wenige Minuten täglich, auch während der Arbeit können hier sprichwörtlich "Wunder" bewirken.

Beispiel: Rückenschmerzen

Immer mehr Menschen arbeiten am Computer und sitzen täglich mehrere Stunden in verkrampfter, gebeugter Haltung vor dem Bildschirm. Zum einen führt das zu einem nach vorne geschobenen Kopf ("Neandertalerhaltung") mit entsprechenden Problemen um Schulter- und Halsbereich, aber sehr oft auch zu Rückenproblemen.

Hüftbeuger und Bauchmuskeln verkürzen und erzeugen so einen dauerhaften Druck auf die Bandscheiben. Auf die Dauer kann dies zu Abnutzungen, Bandscheibenvorwölbungen (Protrusion) oder auch Bandscheibenvorfällen (Prolaps) führen. Nach wenigen Myoreflexbehandlungen kann die Belastung wieder in der Normalzustand zurückgeführt werden.

Aber: Stundenlanges Sitzen ist sehr "wirkungsvoll" und kann bald wieder zu den ursprünglichen Problemen führen.

Mit einer einfachen Übung, die sogar während der Arbeit auf dem Bürostuhl ausgeführt werden kann, werden die Hüftbeuger, Bauchmuskeln und andere Muskeln nachhaltig gedehnt und so weiteren Beschwerden wirkungsvoll vorgebeugt.

Kraft in der Dehnung KID

Allen KID-Übungen gemeinsam ist, dass nicht ein passiver Muskel gedehnt, bzw. am Muskel gezerrt wird. Dies lässt sich ein Muskel nicht "gefallen", er arbeitet eher dagegen, um sich vor einer möglichen Überdehnung oder Verletzung zu schützen.

Bei KID-Übungen wird der Muskel soweit gedehnt, wie es schmerzfrei möglich ist, und dann wird Kraft in die Gegenrichtung ausgeübt. Der Muskel (bzw. die Muskeln einer Muskel-Kette) wird angespannt, bis er ermüdet. Danach kann der Muskel schmerzfrei ein kleines Stück weiter gedehnt werden. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, um den Muskel auf die derzeit maximal mögliche Länge zu bringen. 

Diese sanften Dehnungen, die aber durchaus schweisstreibend sein können bewirken zum einen eine aktuelle Entlastung bei der Myoreflextherapie-Behandlung und setzen andererseites Wachstumsreize für einen längeren und kräftigeren Muskel.